Weitere Preise an Michael Ringier, Calixto Bieito, Gottfried Schatz und das Orchester La Cetra
Europäischer Kulturpreis für Heinz Holliger und Andreas Scholl
Basel, 25.08.2009. Der Oboist, Komponist und Dirigent Heinz Holliger sowie der Countertenor Andreas Scholl erhalten den diesjährigen Europäischen Kulturpreis. Außerdem werden der Verleger Michael Ringier in der Kategorie "Kunst im Unternehmen", der Regisseur Calixto Bieito (Opernregie), der Wissenschaftler Gottfried Schatz (Wissenschaftskultur) sowie das Orchester Le Cetra (Alte Musik) ausgezeichnet. Dies gab die Kulturstiftung Pro Europa am gestrigen Montag bekannt. Darüber hinaus vergibt die Stiftung Förderpreise an zwei junge Musiker der Musikhochschule Basel. Die Verleihung der Preise wird am kommenden Samstag in Basel stattfinden.
Heinz Holliger wurde 1939 in Langenthal im Schweizer Kanton Bern geboren. Ab 1956 studierte er Oboe und Komposition am Berner Konservatorium. Es folgten Klavierstudien in Bern und am Conservatoire de Paris. Zwischen 1961 und 1963 nahm Holliger zudem Kompositionsunterricht bei Pierre Boulez. Von 1959 bis 1963 war er Solo-Oboist der Basler Orchester Gesellschaft. 1965 nahm Holliger eine Professur an der staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau an. Gemeinsam mit Jürg Wyttenbach und Rudolf Kelterborn begründete Holliger 1987 das Basler Musikforum. Darüber hinaus rief er zusammen mit dem ungarischen Pianisten András Schiff die Ittinger Pfingstkonzerte ins Leben. Als Dirigent war er unter anderem zwischen 1998 und 2001 beim Orchestre de Chambre de Lausanne beschäftigt.
Andreas Scholl wurde 1967 in Eltville am Rhein geboren. Zwischen 1987 und 1993 studierte er bei Richard Levitt sowie bei René Jacobs an der Schola Cantorum Basiliensis. Im Jahr 1992 wurde der Countertenor mit dem Conseil de l'Europe und der Claude Nicolas Ledoux Stiftung ausgezeichnet.
Seit über 20 Jahren vergibt die Kulturstiftung Pro Europa Preise für herausragende Leistungen im Kulturbereich. Die Auszeichnungen sind undotierte Ehrenpreise, die Förderpreise sind mit jeweils 6.000 Franken dotiert.

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