Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert
Herbert von Karajan Musikpreis für Thomas Quasthoff
Baden-Baden, 23.03.2009. Der Bass-Bariton Thomas Quasthoff wird mit dem diesjährigen dotierten Herbert von Karajan Musikpreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Dies teilte der Intendant des Festspielhauses Baden-Baden Andreas Mölich-Zebhauser im Namen des Kuratoriums der privaten Kulturstiftung des Hauses mit. Die Preisverleihung soll im Rahmen eines Galakonzertes mit Thomas Quasthoff Ende November 2009 stattfinden.
Das Kuratorium begründete seine Entscheidung damit, dass Quasthoff führender Interpret im oratorischen Fach wie auch im Liedgesang sei und der Sänger darüber hinaus erfolgreiche Ausflüge in das Opernfach unternommen habe. Außerdem mache sich der Bass-Bariton seit Jahren für die Nachwuchsförderung stark und initiierte den Gesangswettbewerb "Das Lied", der im Februar dieses Jahres zum ersten Mal in Berlin ausgetragen wurde, so das Kuratorium weiter.
Thomas Quasthoff wurde 1959 in Hildesheim geboren. Er absolvierte sein Gesangsstudium bei Charlotte Lehmann in Hannover. Der Grammy-Preisträger und Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs tritt weltweit an zahlreichen renommierten Bühnen wie der New Yorker Carnegie Hall auf. Quasthoff unterrichtet zudem Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Im Oktober 2006 gab der Sänger seinen vollständigen Rückzug von der Opernbühne bekannt, weil er sich stärker seiner Lehrtätigkeit sowie seinen Konzerten widmen wollte.
Der Herbert von Karajan Musikpreis wird jährlich im Festspielhaus Baden-Baden an Persönlichkeiten des internationalen Musiklebens vergeben. Er soll das Andenken an den Dirigenten Herbert von Karajan (1908-1989) bewahren, der sich in seiner beruflichen Laufbahn stark für die Förderung des musikalischen Nachwuchses einsetzte. Daher ist auch das Preisgeld der Auszeichnung für die musikalische Nachwuchsarbeit zweckgebunden. Vergangene Preisträger waren unter anderem die Geigerin Anne-Sophie Mutter, der Pianist Yevgeny Kissin sowie der Dirigent Valery Gergiev.

|